FAQ – häufig gestellte Fragen

Andreas Maier, Heilpraktiker, Homöopathie und Naturheilverfahren, Sersheim

Derzeit gibt es fast 2000 Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie. Zudem stellen Ärzte und Heilpraktiker sie täglich bei der erfolgreichen Behandlung kranker Menschen und Tiere unter Beweis. 

Was versteht man unter Homöopathie?

Krankheiten mit kleinsten Arzneigaben möglichst sanft und dennoch wirkungsvoll zu behandeln, das ist das Ziel der Homöopathie. In der Schulmedizin hingegen werden oft mehrere hochdosierte Mittel gleichzeitig verordnet, sodass erhebliche Neben- und Wechselwirkungen in Kauf genommen werden müssen.

Im Sinne einer ganzheitlichen Therapie sollen bei der Homöopathie alle Aspekte der Krankheit durch das Heilmittel erfasst werden, sodass der Organismus wieder ins Gleichgewicht kommt. Aus diesem Grund spielt das Patientengespräch neben der körperlichen Untersuchung eine zentrale Rolle. Denn nicht nur die körperlichen Beschwerden mit all ihren individuellen Ausprägungen werden berücksichtigt, auch die psychische Verfassung gibt wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Störung.

Durch den Reiz der homöopathischen Arznei werden Regulationsstörungen beseitigt und daraus resultierende Beschwerden geheilt. Anders als bei schulmedizinischen Präparaten, bei denen häufig einzelne Symptome ausgeschaltet oder unterdrückt werden, zielt das homöopathische Mittel auf die körpereigenen Heilmechanismen.

Grundlagen der Behandlung

Die Homöopathie basiert auf der Erkenntnis, dass eine Substanz nur diejenigen Beschwerden heilt, die sie auch hervorrufen kann. Man spricht hier vom Ähnlichkeitsgesetz, das von dem Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann (1755 – 1843) vor über 200 Jahren als Grundlage einer neuen Therapie festgelegt wurde. Schon Hippokrates, der als Urvater der heutigen Medizin gilt, hat diese Zusammenhänge erkannt und ausgesprochen. Dr. Hahnemann hat dieses Wissen schließlich in seine Therapieform integriert.

Bei seinen Untersuchungen entdeckte er, dass selbst giftige Stoffe eine Heilreaktion hervorrufen können, wenn sie verdünnt bzw. potenziert werden. Dabei wird die Ausgangssubstanz schrittweise mit einer Trägersubstanz, meist einer Alkohol-Wasser-Lösung, verdünnt und anschließend kräftig verschüttelt. Und obwohl die Menge des Wirkstoffs im Zuge dieser sogenannten Potenzierung mit zunehmenden Potenzierungsschritten immer weiter abnimmt, bleibt die Wirksamkeit der Mittel dennoch erhalten oder nimmt sogar zu.

Wem hilft die Therapiemethode?

Grundsätzlich können homöopathische Arzneien sowohl bei akuten als auch chronischen Krankheiten eingesetzt werden. Aufgrund der guten Verträglichkeit der Arzneien werden sie häufig auch zur Behandlung kranker Kinder oder auch in der Tierheilkunde eingesetzt. Die Mittel sind dabei nahezu frei von Nebenwirkungen.

Forschungen im Bereich der Homöopathie haben in den letzten Jahren eine Wirksamkeit der Mittel bei einer Vielzahl an Beschwerden nachgewiesen, und täglich werden neue Studien veröffentlicht. Das Behandlungsspektrum reicht dabei von Erkältungskrankheiten, Hauterkrankungen, Verdauungsbeschwerden und Allergien (Heuschnupfen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten usw.) bis hin zu Schmerzzuständen, rheumatischen Krankheiten und sogar degenerativen Erkrankungen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Als Antwort des Körpers auf das Homöopathikum kann es in manchen Fällen zu einer kurzzeitigen Zunahme einzelner Beschwerden (=Erstreaktion) kommen. Anhand dieser Reaktion kann der Behandler die Wirkung des Homöopathikums beurteilen und das weitere Vorgehen bestimmen. Die anschließende Heilreaktion des Organismus zeigt, dass der Körper den Reiz richtig verarbeitet hat und die Beschwerden ausheilen.

Nebenwirkungen im herkömmlichen Sinn, wie beispielsweise Magenbeschwerden durch Einnahme von Acetylsalicylsäure-Präparaten (Aspirin, ASS, usw.) treten dabei nicht auf.

Wie schnell wirkt die Homöopathie?

Bei akuten Krankheiten bringen homöopathische Arzneien eine rasche Wirkung, die oftmals innerhalb weniger Minuten spürbar ist. Bei akuten Schmerzzuständen kann es gleich nach der ersten Einnahme zu einer deutlichen Linderung kommen. Chronische Erkrankungen hingegen benötigen entsprechend mehr Zeit, da die Ursache zumeist eine tiefer liegende Störung ist, die nur langsam beseitigt werden kann. Dennoch setzt eine Besserung der Beschwerden auch hier in den meisten Fällen bereits nach wenigen Mittelgaben ein.

Was ist während der homöopathischen Behandlung zu beachten?

Damit das verordnete Heilmittel seine Wirkung ungestört entfalten kann, sollten bestimmte Einflüsse für den Zeitraum der Therapie vermieden werden. Dazu zählen verschiedene Lebensmittel wie beispielsweise Kaffee oder Kräutertees, aber auch übermäßige körperliche Belastungen, extreme Hitze oder Kälte usw. Da jedoch jeder Patient unterschiedlich auf verschiedene Faktoren reagiert, sollte die individuelle Empfindlichkeit bei der Behandlung berücksichtigt werden.

Auch die Einnahme schulmedizinischer Medikamente sollte mit dem Homöopathen abgesprochen werden. Auf keinen Fall sollten Arzneien selbständig reduziert oder gar abgesetzt werden. Auch über die Anwendung pflanzlicher Medikamente, Mineralstoffpräparate (z. B. Magnesium, Calcium), Basenpulver usw. sollte der Homöopath informiert sein.

Wie sind die homöopathischen Mittel einzunehmen?

Die Mittel sind meist als Globuli oder in Tropfenform erhältlich. Art, Menge und Zeitpunkt der Einnahme sind von Mittel zu Mittel verschieden und werden vom Behandler nach entsprechenden Kriterien festgelegt. Als Orientierung dient neben dem Krankheitsgeschehen auch die individuelle Empfindlichkeit des Patienten.

Grundsätzlich werden höhere Potenzen in größeren Abständen eingenommen als tiefe. Bei akuten Beschwerden kann eine häufigere Wiederholung des Mittels notwendig sein als bei chronischen Krankheiten. Immer muss jedoch genau die Reaktion auf den Mittelreiz beobachtet werden, ggf. muss das Mittel wiederholt oder gewechselt werden.

Allgemeines zur Lebensweise

Verschiedene Aspekte in der Lebensführung oder auch in der Ernährung können den Gesundheitszustand stören und Krankheiten hervorrufen. Neuere Forschungen belegen den Einfluss von langem Sitzen, oft gepaart mit einer falschen Ernährung auf die Gesundheit. Diese Aspekte sollten für die Behandlungsprognose mitberücksichtigt werden.

Schon vor über 200 Jahren hat Samuel Hahnemann auf die Bedeutung von ausreichend Bewegung an der frischen Luft, gepaart mit einer ausgewogenen Ernährung hingewiesen. Diese Erkenntnisse sind heutzutage aktueller denn je, daher müssen sie ein Bestandteil einer ganzheitlichen Heilkunde sein.

Wie viel kostet die homöopathische Behandlung?

Gesundheit ist unser höchstes Gut, allerdings muss sie für jeden bezahlbar sein. Die Behandlungskosten in meiner Naturheilpraxis richten sich zunächst nach der Dauer der Anamnese und der Untersuchung. Pro angefangene 30 Minuten berechne ich 39 Euro. Zusätzliche Kosten für die Medikamente betragen im Falle homöopathischer Arzneien nur wenige Euro . Somit zählt die Homöopathie auch bei der Therapie von chronischen Krankheiten zu den kostengünstigen Therapieformen.

Als staatlich zugelassener Heilpraktiker können die Kosten der Therapie in meiner Naturheilpraxis zudem über private Krankenversicherungen abgerechnet werden, allerdings je nach Versicherung in unterschiedlicher Höhe. Im Zweifelsfall setzen Sie sich bitte vor Behandlungsbeginn mit Ihrer Krankenversicherung in Verbindung.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen grundsätzlich keine Behandlungskosten bei Heilpraktikern. Allerdings hat der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Rechtsfall entschieden, dass homöopathische Behandlungen als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzbar sind. Die Verordnung durch einen Arzt oder Heilpraktiker reicht hierfür aus.

Quelle: Ärztezeitung

Zitat Samuel Hanhnemann

5 Responses to “FAQ – häufig gestellte Fragen”

  1. Danke für deinen tollen Post! Ich halte nächste Woche in der Schule einen Vortrag über dieses Thema, deine Webseite hat mir dazu viel geholfen. Danke viel mal! Liebe Grüsse

  2. Merci pour cet article qui m’a vraiment apris plein de choses !

  3. Hallo zusammen euer Blog ist sehr Interessant! Ich selber beschäftige mich viel mit dem Thema Heilpraktiker und suche immer wieder neue Tipps die ich gerade auch auf eurer Seite gefunden habe.

  4. Viele Grüsse aus Wien

  5. Die Webseite gefällt mir sehr. Vielen Dank für die Muehe. Weiter so!

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