Forschung

Homöopathie bei Fibromyalgie

In einer randomisierten Doppelblindstudie mit 62 Personen wurde die Wirksamkeit individuell gewählter Homöopathika bei ärztlich bestätigter Fibromyalgie untersucht. Als Kriterien wurden sog. Tenderpoints (druckschmerzhafte Punkte an unterschiedlichen Stellen des Körpers) getestet.

Während eine Gruppe ausschließlich nichtarzneiliche Stoffe (= Plazebo) bekam, wurde die andere Gruppe mit Homöopathika behandelt, die nach klassischen Regeln anhand der individuellen Beschwerden ausgewählt wurden.

Ergebnis der Studie: Bei der homöopathisch behandelten Gruppe kam es zu einer deutlichen Besserung der Schmerzhaftigkeit an den Tenderpoints, darüber hinaus besserten sich sowohl Allgemeinbefinden als auch Lebensqualität der Patienten im Vergleich zur Plazebogruppe. Außerdem nahm die Neigung zu Depressionen, die häufig mit dem Krankheitsbild einhergehen, ab.

Fazit: Individuell gewählte Homöopathika sind signifikant wirksamer bei der Schmerzlinderung der Tenderpoints als Plazebos, sie verbessern die Lebensqualität und den allgemeinen Gesundheitszustand bei Patienten mit Fibromyalgie.

Den vollständigen Studienbericht können Sie hier nachlesen.

Interview über Ethik in der Medizin

Giovanni Maio ist Professor für Medizinethik an der Universität Freiburg, darüber hinaus Mitglied der zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung sowie Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin. In einem Interview schildert er die Problematik der modernen Medizin, die sich vom klassischen Arzt-Patienten-Verhältnis immer mehr zu einem Dienstleister-Kunden-Verhältnis entfernt und die somit ihren Heilungsauftrag immer mehr aus den Augen verliert.

Heilung vollzieht sich immer innerhalb einer Begegnung zwischen Arzt und Patient. Als Arzt zu glauben, ich entscheide mich für das richtige Medikament und dann ist dem Patienten geholfen, ist zu einseitig, zu naturwissenschaftlich gedacht. Der Mensch ist mehr als ein Körper oder eine Maschine, die man reparieren muss.

Die verstehende Zuwendung ist das, was man in der heutigen Medizin wegrationalisiert. Man denkt, dass man nur das richtige Verfahren in unserem Reparaturkrankenhaus braucht. Aber das ist nicht Medizin. Medizin ist immer, dass man sich als ganzer Mensch für den ganzen Menschen interessiert.

Das vollständige Interview können Sie hier anhören.

Vortrag zum Thema “Impfungen”

Der englische Arzt Edward Jenner (1749 – 1833) gilt als Entdecker der Pockenimpfung. Doch bereits kurz nach Einführung der Impfung im Jahr 1796 kamen Zweifel an der Wirksamkeit der Methode auf, und bis heute wird über Sinn oder Unsinn bzw. Gefährlichkeit heftig diskutiert.

In einem Vortrag hat die Impfaufklärerin Anita Petek-Dimmer anlässlich einer Konferenz (2008) einige wichtige Aspekte zum Thema “Impfungen” erläutert. Darüber hinaus gibt sie einen Abriss über 200 Jahre Impfgeschichte.

Das Gedächtnis des Wassers – wird Homöopathie erklärbar?

Einer uralten Diskussion um die Wirksamkeit der Homöopathie könnte eine Aussage des Nobelpreisträgers Luc Montagnier eine völlig neue Richtung geben.

In seinen aktuellen Forschungen hatte Montagnier nämlich festgestellt, dass Wasser eine Art “Gedächtnis” besitzt, das auch nach vielen Verdünnungsschritten noch nachweisbar ist. Gerade der Vorgang der Verdünnung bzw. Potenzierung der Arzneien ist der zentraler Streitpunkt in der Auseinandersetzung um die (Un-) Wirksamkeit der Homöopathie.

Somit wird durch Montagniers revolutionäre Erkenntnis möglicherweise erklärbar, warum homöopathische Mittel auch in hohen Potenzierungen noch wirksam sind. Einen ausführlichen Artikel und viele Quellenangaben zu den Forschungen finden Sie hier.

Antidepressiva – weniger wirksam als Plazebo?

Depressionen zählen zu den verbreitet auftretenden psychischen Erkrankungen. Das Krankheitsbild äußert sich sehr unterschiedlich und kann mit verschiedenen Begleitbeschwerden wie Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen oder Sexualproblemen einhergehen.

Zur Therapie der Depression werden in den meisten Fällen sog. Antidepressiva eingesetzt, wobei häufig mehrere Präparate gleichzeitig verordnet werden (Polypharmakotherapie).

Eine Metaanalyse, die 6 Studien zur Wirksamkeit von Antidepressiva miteinander verglich, ergab jetzt, dass die Mittel bei leichten bis mittelschwerden Depressionen nicht wirksamer als Plazebo sind.

Ausführliche Informationen zu den Untersuchungen finden Sie hier.

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